**** [ Kalte Energie ]

Kalte Energie

Meine Uhr tickt nicht in normalen Sekunden, nein –
in Milli- und Nanosekunden
rauscht meine Uhr gleich einem reißenden Fluss
an jedem Augenblick vorbei.
Sie reißt alles mit sich, spült alles hinfort,
was jemals am Ufer gewesen ist.
Und keine Vögel, keine Libellen, keine Käfer
finden einen Platz zum Nisten
und zum Schlafen,
kein Reh kann das von Augenblicken
vergiftete Wasser trinken,
das im Sturm so trüb geworden ist,
dass es keinen Sonnenstrahl mehr spiegelt.

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Meine Gefährten

Bücher

Während des Packens denke ich darüber nach, welche Bücher ich mitnehmen soll. Bücher sind für mich ein Stück Zuhause, etwas, in das ich mich versenken kann, wenn ich aus der Realität fliehen möchte und damit gleichzeitig etwas über die Realität verstehen möchte. Deshalb habe ich die Bücher, die ich letztendlich mitnehmen werde, liebevoll meine Gefährten genannt.

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Aufbruch nach Lettland

Lettland-Flagge Land

In einer Woche fliege ich für ein Semester nach Lettland. Ich habe mir vorgenommen, während meiner Zeit in Lettland einen kleinen Blog innerhalb meines Blogs zu führen. Über die Schwierigkeiten, aber vor allem auch über die neuen Erfahrungen, die ich während meines fünfmonatigen Aufenthalts in Lettland machen werde. Dieser Eintrag soll einen Einblick über die Startschwierigkeiten und auch ein paar Denkanstöße zur Planung geben.

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Людина – людяна. Der Mensch ist menschlich.

Menschen in L'viv
Foto: Julia Stumpf

Ein paar allgemeingültige Worte auf Ukrainisch in Form eines Gedichts, das ich den Menschen widme, die gemeinsam mit mir in der Ukraine waren. Weiter unten findest du die deutsche Version.

Декілька універсальних слів українською у формі вірша, який я присвячую тим людям, які були зі мною в Україні. Німецька версія нижче.
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Übermalt

Zerstörte Stadt - Übermalt

Als ich Anfang Oktober in der St. Peter-und-Paul Garnisonkirche in L’viv stand, vergaß ich, dass ich mich in Kirchen meistens unerwünscht fühle. Im linken Flügel stand ich, an einer errichteten Gedenkstätte für die im jetzt stattfindenden Krieg in der Ostukraine gefallenen Soldaten. Die Gefühle überwältigten mich. Ich wusste schon in der Kirche, dass ich darüber werde schreiben müssen, weil es mich sonst nie loslassen wird. Im Gedicht „Übermalt“ versuche ich, über den Krieg zu schreiben ─ so, wie er sich mir in der Kirche gezeigt hat.
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