Wenn Libellen starke Krieger sind… [Ein Sonett]

George Chambers - Port on a Stormy Day (ein perfektes Bild zu meinem Sonett)

Wenn Tropfen sich zu Regen reigen
Die Nächte sich den Tagen beugen
Wenn Bäume sich zu Stürmen wiegen
Und Meere große Taten wagen

Wenn Wolken sich vor dir verneigen
Die Lüfte deine Lieder geigen
Wenn Lichter aus dem Dunklen steigen
Und Worte alle Sinne tragen

Wenn Libellen starke Krieger sind
und von weißen Tagen singen
brauchst du nichts mehr als den Willen.

Du brauchst nichts mehr als den Wind:
Magst du auch mit Kälte ringen,
kannst du siegen – auch im Stillen.


Bild: George Chambers – Port on a Stormy Day
gefunden auf pixabay.com

1 Kommentar

  1. Ja, und ob!

    (… es mir gefällt – meine ich.) Ich bin kein gelernter Poesiekenner. Auch habe ich keine gescheiten Abhandlungen verfasst, und von den Wandelwegen der Peripatetiker bzw. von anderen Orten hochlöblicher Wissenschaft und Kunst darf ich nur träumen…
    Ich muss mich daher auf dieses „Ja, und ob!“ stützen:

    Teso (=straff)! Stretto – so wie in einer dynamische Fuge in der Musik, wäre zuviel von dem, was ich als Impression aussagen und an die Frau bringen möchte…
    Homogenität, dann, verspüre ich in dem Sinn, dass ich dieses zarte Anklingen an jenen Kunstgriff der Fuge zumindest dahingehend räsonierend weiter verzieren kann.

    Dein Libellen-Fühlen kommt durch zwischen den Bildern!
    Lass wieder solch Flügelrauschen dröhnen! (Oder -säuseln, je nachdem…)

    Alles Liebe,
    von „Ra, die buk“,
    und von Franz, ihrem mondischen Himmelskörper, auf dem sie wohnt…

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